Einsatzübung 23.05.2018

Es war ein sonniger Mittwochabend.
Wie gewohnt trafen wir uns um 19:00 Uhr am Gerätehaus um unseren regulären Übungsdienst zu beginnen.
Nachdem wir uns umgezogen hatten, fuhren wir zur Turnhalle. Hier wollten wir unseren Übungsabend verbringen und gemeinsam mit Albungen einen klassischen Löschangriff trainieren.
Daraus wurde jedoch nichts…
Kaum angekommen und mit dem Dienst begonnen heulten um kurz vor 20:00 Uhr die Sirenen im Ort.

“F1 – Unbekannte Rauchentwicklung” hieß unser Stichwort. Mit unserem vollbesetzten Fahrzeug (neun Personen) ging es mit Blaulicht und Martinshorn zur Einsatzstelle.
In einer der neben unserem Gerätehaus neu erbauten Lagerhallen war dichter Rauch zu sehen.
Bei Ankunft erwartete uns bereits die Eigentümerin der Hallen. Panisch und in Angst um Hab und Gut schilderte sie uns die Lage:

Drei Arbeiter waren noch am frühen Abend in der Halle zugange. Plötzlich ging alles ganz schnell. Rauch stieg auf, die Arbeiter meldeten sich nicht mehr, Hilfe musste her…
Nur wenige Minuten nach der Alarmierung waren wir vor Ort.


Blitzschnell bauten wir als erstes Fahrzeug an der Einsatzstelle die Wasserversorgung auf. Ein Trupp rüstete sich mit Atemschutz aus und der Einheitsführer macht sich ein Bild von Objekt und Situation.
Hektisches, aber kontrolliertes Treiben an der Einsatzstelle. Während gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden aus Albungen eine etwa 500 Meter lange Schlauchleitung zum nächsten Hydranten gelegt wurde, wurde für den Atemschutztrupp ein Strahlrohr aufgebaut. Zwischenzeitlich stellte sich heraus, dass es kein realer Einsatz, sondern eine Übung unter realen Bedingungen war. Nichtsdestotrotz gab jeder von uns 110 %.

Mit schwerem Gerät ging es in die Lagerhallen vor. Die verunglückten Arbeiter zu finden, hatte oberste Priorität. Dichter Rauch und Hitze machte die Suche mühselig. Zur gleichen Zeit wurde die Feuerwehr Oberhone und die Drehleiter der Kernstadt nachalarmiert.

Der erste vermisste Arbeiter wurde gefunden und gerettet.

Außer viel Rauch, war von Feuer bislang allerdings noch nichts zu sehen.
Ein zweiter Trupp ging nun ebenfalls in die Lagerhalle vor. Zügig wurden nun auch die beiden anderen Arbeiter aufgefunden und konnten ins Freie gerettet werden.
Der Rettungsdienst versorgte die Verunglückten.

Alle Personen gerettet, hieß aber noch nicht Feierabend. Mit Strahlrohr in der Hand wurde die Halle nochmals durchkämmt. Der glücklicherweise recht kleine Brand wurde gefunden und konnte schnell abgelöscht werden.

Abschließend wurde die Halle belüftet, alles Material abgebaut und zur Wache nach Eschwege gefahren um die Atemschutzgeräte und verbrauchtes Material zu tauschen.
In der Nachbesprechung wurde das Szenario reflektiert. Positive, wie auch negative Punkte wurden von den Organisatoren der Übung aufgezeigt.


In regelmäßigen Aus- & Fortbildungsdiensten, sowie unangekündigten Alarmübungen wie dieser bilden sich unsere Einsatzkräfte aus den Einsatzabteilungen fort, um auch zukünftig zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger beizutragen. Hast auch Du Interesse an unserer Arbeit und möchtest etwas für Deine Heimat tun? Dann schau doch einfach bei unserem nächsten Übungsdienst mal vorbei. Wann unser nächster Übungsabend ist, kannst Du hier sehen: Termine


Danken möchten wir an dieser Stelle den Organisatoren für die Vor- & Nachbereitung, sowie der Verpflegungsgruppe der Feuerwehr Eschwege, welche uns während der Nachbesprechung mit Kochwurst und Getränken verpflegt hat!